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Das keltische Wort " Jura" bedeutet "Waldgebirge" und ist nach dem schweizerischen Juragebirge benannt. Das Zeitalter des Jura ist in drei Hauptabschnitte unterteilt. Der älteste ist der Lias, dann folgen der Dogger und der Malm. In dieser Zeit war Europa zum größten Teil von Meer bedeckt. Das Klima war feucht und sehr warm. Im Meer erlebten die Ammoniten den Höhepunkt ihrer Entwicklung und traten in erstaunlicher Artenvielfalt auf. Auf dem Festland und im Wasser hinterlassen riesige Saurier ihre Spuren und die ersten Vögel schwingen sich in die Luft.
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| Pleuroceras aus Velpe |
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| Im Osnabrücker Bergland sind Lias und Dogger häufiger vertreten (z.B. Hellern, Velpe, Wallenhorst) und zeigen, sofern Aufschlüsse vorhanden sind, dem Sammler eine große Vielfalt an Fossilien. Besonders interessant ist der Artenreichtum der Ammoniten und Belemniten. Die Ablagerungen des Malm bilden den Kamm des Wiehengebirges und sind in Steinbrüchen und Weganschnitten aufgeschlossen (z.B. Ueffeln, Kalkriese). Das bekannteste Beispiel für den Malm sind wohl die Saurierfährten von Barkhausen, die im mittleren Malm (Kimmeridge) in den Boden getreten worden sind |
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| Lias und Dogger:
Mit Beginn des Lias (vor 195 Mill. Jahren) stieg der Meeresspiegel wieder, die im Keuper trockengefallenen Gebiete wurden überflutet. Im Osnabrücker Land werden mächtige Tonschichten abgelagert. Es handelt sich hierbei um Ablagerungen eines tropischen bis subtropischen Meeres mit geringerer Wassertiefe (ca.20-100 Meter, mit einer Wassertemperatur von etwa 17 - 24°C). Dies war der bevorzugte Lebensraum vieler Ammoniten und Belemniten. Im Mittleren Jura zum Ende des Bajoc ändert sich die Schichtenfolge.Die Tonsteine gehen langsam in einen Sandstein über, der sogenannte Cornbrash. Der Cornbrash ist ein hervorragendes Erdölspeichergestein.Diese Sandschüttungen kommen von einem im Norden liegenden Festland. Die Mächtigkeit der Sandsteine nimmt nach Osten stetig zu. In Osnabrück bei Hellern und Velpe bestehen diese Schichten aus Tongestein, an der Porta Westfalica hingegen aus 70 bis 95 m mächtigen Sandsteinen. An der Porta Westfalica entstand außerdem ein bis zu 2m mächtiges Eisenerzlager, das sogenannte Wittekindsflöz.
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| Malm:
Mit Beginn des Malms sinkt der Meeresspiegel wieder. Osnabrück wurde zu einem sehr küstennahen Flachwassergebiet. Der gesamte Malm ist durch häufige Meeresspiegelschwankungen gekennzeichnet. Einige Gebiete fielen sogar periodisch trocken. Dieses wird in den vielen verschiedenen Gesteinstypen wiedergespiegelt. (Ton, Sand-Hartsteine)Neue Forschungen belegen das die Ablagerungen des Oberen Oxford - Oberen Kimmeridge reine Landablagerungen sind. Zum Teil mit fossil überlieferten Bodenbildungen.
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