Tagebau II Buntmetallerze sind am Hüggel schon im 12 Jahrhundert gewonnen worden Dieser Bergbau erreichte aber nie eine größere Bedeutung .Der letzte Versuch am Hüggel Buntmetallerze abzubauen wurde um1860 unternommen. Die neu gegründete Osnabrücker Zinkgesellschaft trieb einen Versuchsstollen in den Berg und fand Galmei und Zinkblende vor. 1837 wurden die Arbeiten wieder eingestellt, da sie nicht allzu wirtschaftlich erschienen.  
Blick in einen Tagebau am Hüggel heute

Das Alter des Eisenerzbergbaus ist nicht genau bekannt. Im Gelände sind viele alte Pingen sichtbar. Der Eisenerzbergbau gelangte erst mit dem Georgs- Marien- Bergwerks- und Hüttenverein im Jahre 1856 zur Blüte. Abgebaut wurde Unter- und Übertage.

Löffelbagger im Tagebau II Zur Wasserhaltung wurde 1869 mit dem Bau des ca. 3km langen Mathildenstollens begonnen. Es gab eine zentrale Wasserhaltung im Augustaschacht mit einer 30 PS starken Wasserhaltungsmaschine. Das Betriebsgebäude ist heute noch erhalten.1963 endete der Bergbau am Hüggel.
Bis zu dieser Zeit wurden 10 Mio. t. Eisenerz und Zuschlagkalk gefördert.Heute sind noch riesige Tagebaue und Reste der Tagesanlagen zu sehen.Der Großteil der Stollen wurden mit der Zeit durch die Tagebaue zerstört bzw. mit abgebaut. Das Gelände wird als Geologischer und Biologischer Lehrpfad genutz
<== Löffelbager im Einsatz im Tagebau II
Zur Geologie:
Der Hüggel ist einer der drei Osnabrücker Karbonhorste und erhebt sich bis zu 228m über NN.Sein Südrand wird durch eine mächtige Störungszone begrenzt.Die Versatzhöhe beträgt in etwa 1000m.
Die Lagerstätte:
Bergbaulich interessant war nur der nördliche Bereich in dem Zechstein (Perm) zu Tage ansteht. Die Vererzung dieses Kalksteines erfolgte durch Hydrothermale Lösungen.
Eisenerzlager:
Das eigentlich abbauwürdige Erzlager hatte eine Mächtigkeit 7,5-10m, und bestand aus Braun- und Spateisenstein mit einem Eisengehalt von bis zu 42,3 % und 2 % Mangan.
Buntmetallerze:
Weiterhin sind vom Hüggel Vorkommen von Bleiglanz,Zinkblende und Galmei beschrieben.Hauptgangart ist Baryt.Die Entstehung dieser Erze ist nicht eindeutig geklärt.